Sankt Albertus Magnus Paris

Katholische Gemeinde deutscher Sprache


Wir wünschen ein schönes Weihnachtsfest und ein gesegnetes Neues Jahr 2026 – – – – Seien Sie herzlich willkommen in unserer Gemeinde und zu unseren Gottesdiensten ! 

So finden Sie uns:

38, rue Spontini

75116 Paris

M° Porte Dauphine

Seien Sie herzlich willkommen…

…in unserer deutschsprachigen katholischen Kirchengemeinde Sankt Albertus Magnus in Paris! Wir freuen uns, wenn Sie sich für uns interessieren und uns wenn möglich in echt besuchen!

Unsere Gemeinde ist ein besonderer Ort in Paris! Er bietet ihnen eine sprachliche und religiöse Heimat in einem angenehmen und dynamischen Rahmen.

Hier treffen sich Deutsche und Franzosen, Österreicher und Norddeutsche, Schweizer und Schwaben und feiern zusammen Gottesdienst oder unternehmen etwas gemeinsam. Wir heißen Sie sowohl in unserer Gemeinde, als auch auf unserer Homepage willkommen! (mehr…)

Unsere Gottesdienste 

In deutscher Sprache:

Sonntags um 11 Uhr 

In französischer Sprache :

Samstags um 18:30 Uhr

Angedacht

Wer wagte es zu bezweifeln

dass Kinder den Erwachsenen einiges voraushaben? Sie lassen sich noch mühelos verzaubern – von glitzernden Sternen, Lichterketten in den Straßen und der warmen Atmosphäre eines festlich vorbereiteten Raumes. Auch die Rituale des täglichen Öffnens der Türchen eines Adventskalenders oder Erzählungen vom Heiligen Nikolaus oder vom bald kommenden Christkind können sie in Rührung und Staunen versetzen. Leider wird ihnen dieser Zauber häufig zu früh genommen, wenn das „Geheimnis“ gelüftet wird und sie hören müssen, dass Säckchen von den Eltern gefüllt und Geschenke nicht vom Himmel gebracht werden, sondern im Gedränge eines Kaufhauses mit einer Plastikkarte erworben wurden.

In unserer Welt, in der Technik, Wissen, Google und Künstliche Intelligenz alles bis ins Kleinste zu erklären versuchen, fällt es schwer, ein Gespür für das Unbeweisbare zu bewahren. Ist es einem vernunftgeprägten Menschen überhaupt noch erlaubt zu glauben, dass er in eine geheimnisvolle Wirklichkeit hineingeboren wurde?

Trotz aller Fortschritte haben wir Erwachsene zum Glück zumindest die Fähigkeit, auch für das Transzendente, das die Welt überschreitende offen zu bleiben, wenn wir gleichzeitig ahnen und anerkennen, dass es auch in uns selbst ein Geheimnis gibt, das sich nicht ganz ergründen lässt. Der österreichische Lyriker Rainer Maria Rilke spricht vom „Weltinnenraum“ – jenem tiefen, namenlosen Raum, in dem das Unfassbare wohnt. Dazu gehört der Mut, anzunehmen, dass es Wirklichkeit geben darf, die sich nicht messen oder berechnen lässt, als läge hinter dem Sichtbaren eine zweite Ebene des Daseins.

Ermutigend ist, dass selbst Naturwissenschaftler, welche Sterne in Millionen Lichtjahren Entfernung erforschen können, einräumen, dass diese andere, nicht greifbare Wirklichkeit ebenso bedeutsam sein könnte, wie die Welt, in der wir täglich funktionieren.

Wäre es letztlich nicht ein Gewinn und eine Bereicherung, wenn wir versuchten, uns solch ein Gespür für das Geheimnisvolle zu erhalten? Es könnte eine überraschende Begegnung mit einem Menschen sein, die uns verzaubert zurückließe, eine berührende Musik, ein anrührendes Naturerlebnis oder auch eine religiöse Erfahrung, bei der wir staunten und innerlich von etwas Transzendentem ergriffen wären. Oder es wären unerwartete Erlebnisse, die uns wie ein Wunder erschienen, wie etwas, das sich zwischen Himmel und Erde ereignete, ohne dass wir es erklären könnten.

Theologen sprechen vom „Geheimnis des Glaubens“, vom ganz Anderen, Heiligen oder Numinosen und wissen zum Glück gleichzeitig, dass solche Erfahrungen nicht auf den sakralen Bereich beschränkt sind. Wer hat nicht schon Gänsehautfeeling erlebt, wenn die Nationalhymne abgespielt wird und Sportler ergriffen waren, weil sie für ihr Land Außergewöhnliches erreicht haben und nun gewürdigt werden.

Um für solche Erfahrungen empfänglich zu werden, ist es hilfreich, in unseren eigenen inneren Raum einzutauchen – dorthin, wo unser persönlicher Resonanzboden liegt, der uns mit dem Grenzenlosen verbindet. Dort ahnen wir, dass wir Teil eines Größeren sind, und vielleicht ist es auch ein stilles Suchen nach einer Tür in eine andere Dimension.

Für diese Haltung steht der nun beginnende Advent: eine Zeit zu öffnender Türen für das, was erst kommen wird, ein Einüben in Wachheit für das Geheimnisvolle und das sanft Zauberhafte und vieles mehr.

Dabei können uns sogar die in allen Farben funkelnden Bäume der Champs-Élysées oder der zur vollen Stunde glitzernde Eiffelturm oder der Duft am Glühwein- und Kerzenstand erinnern, dass wir fähig sind, uns berühren zu lassen – und dass unsere tieferen Sehnsüchte gepflegt und genährt werden wollen.

Strahlende Kinderaugen bezeugen diese andere Wirklichkeit. Und wir Erwachsenen dürfen von ihnen lernen, die uns – wie wir es nicht zu bezweifeln wagten – in Sachen Staunen und Vertrauen einiges voraushaben.

Mit guten Wünschen für eine geheimnisvoll leuchtende Adventszeit

und eine hoffnungsvolle Aussicht auf Frieden unter den Menschen!

Das erhofft Ihr Pfarrer Markus Hirlinger